Wie so oft, gehe ich davon aus, dass du mit der Konsole vertraut bist.
Es ist nicht noetig, sich als root anzumelden, da alle Befehle per sudo eingegeben werden.
VirtualBox ermoeglicht es, ein anderes Betriebssystem unter Ubuntu zu starten.
Zuerst werden die Installationsquellen in Synaptic eingetragen.
Jetzt den Schlüssel importieren, entweder der schnelle Weg
sudo wget -q -O - http://www.virtualbox.org/debian/innotek.asc | apt-key add -
oder von Hand herunterladen:
Der Unterschied? Das Paket virtualbox enthaelt auch die unfreien Sachen, zum Beispiel USB Verwaltung. Das virtualbox-ose enthaelt nur die Opensourceteile. Hier fehlt die USB-Unterstuetzung.
Da ich USB benoetige installiere ich das Paket virtualbox (ohne ose).
Zusaetzliche Abhaengigkeiten installiere ich natuerlich mit.
Waehren der Installation wird die Gruppe vboxusers erstellt. Ich trage meinen Benutzer der Gruppe hinzu.
Die eigentliche Installation ist jetzt fertig. Nach einem Ab- und wieder Anmelden, damit die Gruppenzugehoerigkeit zur Gruppe vboxusers gegeben ist, kann man VirtualBox mit dem Befehl:
’ VirtualBox '
starten.
Der schnellste und einfachste Weg, das physische Netzwerk des Host-Systems zu nutzen, ist in der Netzwerkeinstellung die Option NAT zu wählen. Damit bekommen die Gast-Systeme eine zufällige IP aus dem 10.0.0.0/8er Netz zugewiesen, welche auf das Host-System geNATet wird. Damit ein der Zugriff aus dem Gast auf den Host direkt möglich, allerdings der umgekehrte Weg vom Host zum Gast nicht so ohne weiteres. Soll der Gast darüber hinaus auch mit dem Rest der Welt kommunizieren können, fehlt nur noch ein
echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_forward
Wenn in der virtuellen Maschine ein Server laufen soll, ist es sinnvoll die Maschine im selben Netzwerk zu haben. Normalerweise arbeitet die virtuelle Maschine mit NAT. Das bedeutet: hat der Host das Netzwerk 192.168.1.0/24 so bekommt die virtulle Maschine ein anderes Netz (z.B. 10.0.0.0/8). Zwischen diesen beiden Netzen findet dann eine Network-Address-Translation statt.
Ich moechte aber gerne, dass meine virtuelle Maschine mit im 192.168.1.0/24 Netz ist.
Dazu richte ich eine Bridge ein:
auto br0 iface br0 inet dhcp bridge_ports eth0
und schon haben wir eine Bridge
die IP-Adresse ist von eth0 auf br0 gewandert:
gt@gt-desktop:~$ sudo ifconfig
.
br0 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:0D:9D:D1:93:B1
inet Adresse:192.168.55.20 Bcast:192.168.55.255 Maske:255.255.255.0
inet6 Adresse: fe80::20d:9dff:fed1:93b1/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:10 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:25 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
RX bytes:1501 (1.4 KB) TX bytes:4325 (4.2 KB)
.
eth0 Protokoll:Ethernet Hardware Adresse 00:0D:9D:D1:93:B1
inet6 Adresse: fe80::20d:9dff:fed1:93b1/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:803771 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:1495203 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
RX bytes:105396274 (100.5 MB) TX bytes:2239785538 (2.0 GB)
Interrupt:17
.
lo Protokoll:Lokale Schleife
inet Adresse:127.0.0.1 Maske:255.0.0.0
inet6 Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
UP LOOPBACK RUNNING MTU:16436 Metric:1
RX packets:1550 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:1550 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
RX bytes:92021 (89.8 KB) TX bytes:92021 (89.8 KB)
gt@gt-desktop:~$
Jetzt machen wir noch das Device /dev/net/tun der Gruppe vboxusers zugaenglich:
Und anschliessend wird noch fuer den Benutzer ein Hostinterface mit dem Namen vbox0 angelegt:
Anmerkung: Duch das Bridgeing funktioniert der Netzwerkmanager von Gnome nicht mehr. Alle Netzwerkfunktionen bleiben aber erhalten. Der Netzwerkmanager zeigt keine Verbindungsinformationen an.
In der Virtuellen Maschine wird dann spaeter unter dem Menuepunkt Netzwerk bei dem Feld Angeschlossen an ‘Hostinterface’ ausgewaehlt und bei dem Punkt Name des Interfaces ‘vbox0’ eingetragen.
— Guido Thulke 28.11.2007 12:00